7 häufige Pulverbeschichtungsfehler und wie man sie vermeidet

Die meisten Pulverbeschichtungsfehler sind vorhersehbar – und vermeidbar. Sie lassen sich meist auf die Vorbehandlung, den Schichtaufbau oder die Pistoleneinstellung zurückführen. Hier sind die sieben häufigsten Probleme, die wir sehen, was sie verursacht und wie man sie stoppt, bevor sie eine Neubeschichtung kosten.
1. Orangenhaut
Ursache: Der Film fließt vor dem Einbrennen nicht eben genug aus – oft durch zu geringe Schichtdicke, zu niedrigen Zerstäubungsdruck, zu großen Pistolenabstand oder eine zu niedrige Einbrenntemperatur. Vorbeugung: Schicht im empfohlenen Bereich halten, Pistole einstellen (Spannung, Luftdruck, Abstand) und prüfen, dass der Ofen die Metalltemperatur erreicht, nicht nur die Lufttemperatur.
2. Nadellöcher und Ausgasung
Ursache: Gas oder Feuchtigkeit entweicht beim Einbrennen aus dem Substrat, häufig bei Gussteilen, porösem Metall und Oberflächen mit eingeschlossener Feuchtigkeit. Vorbeugung: Teile vor dem Beschichten vorwärmen, um Gas auszutreiben, und sicherstellen, dass Vorbehandlung und Trocknungsofen die Feuchtigkeit vollständig entfernen. Eine Grundierung kann poröse Gussteile versiegeln.
3. Schwache Haftung
Ursache: Verunreinigungen, Öl, Rost oder eine ungeeignete Konversionsschicht unter dem Film. Vorbeugung: Richtiges Entfetten, Strahlen oder Phosphatieren vor dem Beschichten und Prüfen, dass das Teil sauber und trocken in die Kabine kommt. Die Haftung sollte mit einem Gitterschnitt-Test an den ersten Teilen jedes Laufs verifiziert werden.
4. Läufer und Schleier
Ursache: Schichtdicke über der Ausfließkapazität des Pulvers, meist an senkrechten Flächen oder nahe Löchern und Kanten. Vorbeugung: Pulverausstoß reduzieren oder Pistolengeschwindigkeit erhöhen und die Zielschichtdicke im Datenblattbereich halten. Manche Formulierungen mit besserem Verlauf können das Problem überdecken, aber die Dickenkontrolle ist die eigentliche Lösung.
5. Farbabweichungen
Ursache: Unterschiedliche Pigmentbeladungen zwischen Chargen, ungleichmäßige Schichtdicke oder unkonsistentes Einbrennen. Metallic-Pulver sind besonders empfindlich. Vorbeugung: Farbe mit einem Spektralphotometer gegen das genehmigte Muster kontrollieren, die Schichtdicke gleichmäßig halten und Chargenmuster aufbewahren, damit jede Abweichung schnell zurückverfolgt werden kann.
6. Faraday-Käfig-Effekt
Ursache: Die elektrostatische Ladung erreicht vertiefte Ecken und Innenwinkel nicht, sodass dünne oder blanke Stellen entstehen. Vorbeugung: Spannung und Abstand für Vertiefungen reduzieren, mit kürzerem Sprühabstand und weniger Luft arbeiten oder die Pistole so ausrichten, dass geladene Partikel in die Kavität gelenkt werden. Auch eine gute Vorbehandlung hilft, dass der dünne Film haftet.
7. Schmutz- und Faser-Einschlüsse
Ursache: Staub, Fasern und Werkstattabrieb setzen sich vor oder während des Spritzens auf dem Teil ab und werden in den Film eingebettet. Vorbeugung: Kabine unter leichtem Überdruck mit guter Filterung halten, Teile vor dem Beschichten reinigen und die ersten Teile jedes Laufs vor dem Einbrennen unter gutem Licht prüfen.
Wie wir Ihnen helfen, Fehler zu vermeiden
Jede Bestellung verlässt unser Werk mit geprüfter Schichtdicke, Haftung, Glanz und Farbe gegen das genehmigte Muster, und wir legen das Analysezertifikat (COA) der Lieferung bei. Wenn auf Ihrer Linie ein Fehler auftritt, arbeiten unsere Ingenieure mit Ihnen zusammen, um ihn auf Vorbehandlung, Auftrag oder Einbrennen zurückzuführen – denn ein früh erkannter Fehler ist viel billiger als eine Neubeschichtung.
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